Die Winzig Stiftung ist eine selbständige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Wuppertal. Sie wurde im November 2002 durch Rüdiger Theis errichtet und mit Urkunde vom 11.03.2003 von der Stiftungsaufsicht anerkannt.
Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke und kann Spendenquittungen ausstellen. Seit 2008 ist die Stiftung Mitgesellschafterin der Wiesemann & Theis GmbH.
Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur im Rahmen der interdisziplinären Erforschung des menschlichen Geistes und des Strebens nach sozialer Innovation im In- und Ausland.
Wie kann das Leben gut gelingen und was können wir als Winzig Stiftung dazu beitragen?
Basierend auf diesen Grundgedanken und initiiert durch die Neugierde des Gründers Rüdiger Theis, setzen die durch die Stiftung geförderten Projekte bereits im frühkindlichen Bereich (0-3 Jahre) an
Denn die Voraussetzungen für ein gelingenes Leben liegen schon im Beginn des Lebens: Schwangerschaft, Geburt und die ersten Jahre bergen eine Fülle an Chancen für ein gesundes und erfolgreiches Aufwachsen. Die Wurzeln des eigenen Sicherheitsgefühls und auch Ängste liegen in der ganz frühen Kindheit, da in den ersten Monaten so viel Entscheidenes für den ganzen weiteren Weg geschieht.
Für das Aufwachsen haben die Kinder nur die Erwachsenen- so wie sie als Eltern, Verwandte, Erzieher, Freund, Nachbarn nun einmal sind - um von ihnen zu lernen, zu wachsen und Halt zu finden. Jeder hat aber aus der eigenen Kindheit - und zwar lange vor der Zeit, an die man sich erinnern kann - ein Selbst, einen Charakter, eigene Verletzlichkeiten, Festigkeiten und Beweglichkeiten für die Wechselfälle des Lebens mitgebracht.
Jede Arbeit für die seelische Gesundheit von Kindern ist daher zugleich immer auch eine Arbeit an der Kraft und am Wohlbefinden ihrer Bezugspersonen.
-> Das Neugeborene muss nicht nur sich selbst, sondern sofort auch seine Nächsten und dann auch die Welt kennenlernen. Hierzu benötigt es den emotionalen und körperlichen “Spiegel” seiner vertrauten Bezugspersonen. Gerade in den ersten Monaten und Jahren ist es so wichtig, dass die jeweiligen Betreuungspersonen auch die eigenen Gefühle gut im Blick haben: Angst und Stress, wo immer sie auftauchen, (und das tun sie oft) immer wieder zuerst bei sich selbst möglichst liebevoll anzunehmen, damit dann auch das Kind beruhigt werden kann.
-> Sind die Ängste beruhigt, kann und wird das Kind sich, seine Nächsten und die Welt mit großer Hingabe, Ausdauer und Freude entdecken und immer besser kennenlernen. Diese eigenständige Welteroberung des kleinen Kindes beobachten zu dürfen, sind wunderschöne Momente, die allen Beteiligten viel Freude geben können - wenn man sich die Zeit und Ruhe dafür nimmt.
Die Exploration all der spannenden Dinge in der Umwelt der Kinder gelingt am besten dann, wenn Eltern oder andere Bindungspersonen dazu ermutigen - und gleichzeitig als sicherer Hafen da sind, falls mal etwas schief geht. Denn so lässt sich die Welt am besten erkunden und meistern.
Für diese Voraussetzungen braucht es auch hin und wieder Hilfe von außen, zu der auch wir in unserer Rolle als Stiftung versuchen, unseren Beitrag zu leisten.
Die verschiedenen Stiftungsprojekte » versuchen daher auf ganz unterschiedliche Art, Menschen ihren eigenen Weg finden zu lassen.
Wir wünschen uns, mit unseren kleinen Mitteln etwas mehr Halt, Sicherheit und damit Freiheit in unsere Umgebung auszustrahlen. Unsere forschende Haltung möchten wir bewahren und wir sind gespannt, wohin sie uns führen wird.
Gründung
Als Jugendlicher verwaltete Rüdiger Theis, Gründer und Stiftungsvorstand der Winzig Stiftung, im CVJM die Spendenkasse für ein Patenkind in einem Entwicklungsland und er entschied sich, jeweils 10% seiner kleinen Einkünfte für diesen Zweck zu geben.
Nachdem ihm das Geben zuvor leicht gefallen war, wurde es mit den Jahren und beim ersten dreistelligen Betrag auf einmal schwer. Und er ahnte, wenn er zukünftig mehr verdienen werde, würde es ihm noch schwerer fallen. Damals hat Rüdiger Theis sich dazu entschlossen, bei den 10% zu bleiben - egal wie viel er einmal verdienen würde. Mit zunehmendem Einkommen musste er sich mit der Frage befassen, wo sein Spendengeld denn gut und wirksam eingesetzt wird. Nachdem lange Jahre Entwicklungsländer sein vorrangiges Förderziel blieb, wurde er zunehmend auch auf die Probleme hier bei uns aufmerksam.
In der Hoffnung, nicht nur mit Geld sondern auch mit Verantwortung und Nähe wirksame Verbesserungen erreichen zu können, errichtete er 2002 die rechtsfähige Winzig Stiftung, welche mit Urkunde vom 11.03.2003 von der Stiftungsaufsicht anerkannt wurde.
Stiftungsbeirat
Der Beirat ist seit Dezember 2015 tätig und trifft sich halbjährlich
- Frau Prof. Dr. Marjan Alemzadeh (Professorin an der Hochschule Rhein-Waal im Studiengang Kindheitspädagogik, Fortbildnerin, Forscherin und Fachbuchautorin)
- Herr Stephan Ihle (Dipl.-Psychologe, Alte Feuerwache)
- Frau Anna Ruppelt (Geschäftsführerin PEKiP Deutschland)
- Frau Monika Thiel (Marte Meo Supervisorin & Entwicklungspsychologische Beraterin (Uni Ulm))
- Herr Univ.-Prof. Dr. Peter Zimmermann (Uni Wuppertal, Lehrstuhl Entwicklungspsychologie)